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Brioso - Prosecco frizzante dei Colli Trevigiani
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Inhaltsverzeichnis

  » Arneis
  » Cabernet Sauvignon
  » Corbières
  » Sangiovese
  » Syrah
  » Veltliner
  » Zweigelt



 
Arneis

Die sehr alte, weiße Rebsorte (von Verehrern auch Barolo Bianco genannt) stammt aus den Roero-Bergen bei Alba in der italienischen Region Piemont. Sie wurde bereits im 15. Jahrhundert unter den Namen Renesium und Ornesio erwähnt. Früher wurden aus ihr vor allem süße Weine gekeltert oder sie diente als mildernder Verschnittpartner dunkler Nebbiolo-Rotweine. Die Sorte wurde in den 1990er-Jahren wiederbelebt. In den DOC-Zonen Langhe und Roero werden daraus reinsortige Weißweine gekeltert (Roero Arneis und Langhe Arneis). Weiters wird sie für Süßweine in Form von Passitos verwendet.

 
Cabernet Sauvignon

Die rote Rebsorte (auch Bidure, Bouchet, Petit Cabernet und Vidure) zählt zu den edelsten überhaupt, den so genannten Cépages nobles und ist die wahrscheinlich berühmteste und bekannteste Sorte der Welt. Sie wurde in Frankreich bereits im Jahre 1635 urkundlich erwähnt - damals sendete Kardinal Richelieu (1585-1642) mehrere tausend Rebstöcke dem Abbé Breton - aber die Ursprünge liegen im Dunkeln. Der Name Bidure bot Anlass zur Vermutung, dass sie von der von Plinius dem Älteren (23- 79) erwähnten, antiken Sorte Biturica abstammen könnte. Nach genetischen Untersuchungen ist sie aus einer (höchstwahrscheinlich natürlichen) Kreuzung zwischen Cabernet Franc (rot) x Sauvignon Blanc (weiß) entstanden. Die kleinbeerige, hartschalige und spät reifende Traube hat großen Charakter und besitzt den typischen Geschmack von schwarzen Johannisbeeren (Cassis) und ein Aroma nach grünem Paprika. Die Trauben enthalten besonders viele Kerne und damit Phenole (Pigmente = Farbstoffe und Tannine) und dadurch bekommt der langlebige Wein häufig eine tiefdunkle Farbe und ist für einen Barrique-Ausbau und eine langjährige Flaschen- Reifung hervorragend geeignet. Der Cabernet Sauvignon verleiht als Hauptanteil im Bordeaux-Verschnitt den großen Bordeaux-Rotweinen und zahlreichen anderen Weinen in vielen anderen Ländern der Welt Tannin, Körper und Aroma. Es werden aber auch viele sortenreine Weine aus ihr gekeltert. Die außergewöhnliche Fähigkeit der Sorte liegt darin, dass unter verschiedensten Klima- und Bodenbedingungen das Bouquet und der Geschmack des Weines unverwechselbar bleiben. Mit knapp 150.000 Hektar Rebfläche ist sie weltweit mit Abstand die meistangebaute Spitzenrebsorte, sie wird nahezu in allen Spitzen-Weinbaugebieten der Welt kultiviert. Eine natürlicheMutation des Cabernet Sauvignon ist die in den 1980er-Jahren in Australien entdeckte und selektionierte weiße Sorte Shalistin.

 
Corbières

Die Appellation mit etwa 15.000 Hektar Rebfläche liegt in der französischen Region Languedoc, der AC-Status wurde im Jahre 1985 erteilt. Das hügelige Gebiet erstreckt sich von Narbonne an der Mittelmeerküste 50 Kilometer landeinwärts. Von den rund 90 Gemeinden dürfen 39 (liegen ausschließlich im mediterranen Bereich) den Wein Corbières Supérieur nennen. Zu über 90% wird Rotwein aus den Sorten Carignan (max. 60%), Cinsaut (max. 20%), Grenache Noir, Lladoner Pelut, Mourvèdre, Picpoul Noir, Syrah und Terret produziert. Es ist die Macération carbonique (Kohlensäure- Maischung) und als spezielle Technik die Maische-Erhitzung üblich. Der Weißwein wird aus den Sorten Bourboulenc, Clairette, Grenache blanc, Macabeo, Muscat, Picpoul blanc und Terret.gewonnen. Der Rosé wird aus Cinsaut gekeltert – eine Spezialität ist ein fast weiß gekelterter Gris de gris. Siehe auch unter Fitou.

 
Sangiovese

Die rote Rebsorte ist mit knapp 90.000 Hektar (das sind rund 10% der Gesamt- Rebfläche) die häufigst angebaute italienische Rotwein-Sorte und nach der weißen Trebbiano die zweithäufigste Rebsorte Italiens. Die Sorte ist uralten Ursprungs (worauf auch die Bedeutung des Namens "Blut Jupiters" hindeutet) und war wahrscheinlich schon den Etruskern bekannt. Sie ist vor allem in Mittelitalien verbreitet. Bis in das 19. Jahrhundert war auch der Name Sangioveto (oder auch San Gioveto) gebräuchlich. Es gibt zahlreiche Klone, die sich durch die daraus gekelterten Weine auch unterscheiden und sortentypisch sind. Die bekanntesten Synonyme bzw. Varietäten sind Brunello (Klon für den DOCG Brunello di Montalcino aus der Toskana), Morellino (an der Küste der Toskana), Nielluccio (auf der französischen Insel Korsika), Prugnolo Gentile (Klon für den DOCG Vino Nobile di Montepulciano), Sangiovese di Lamole (ein Klon in der Region Chianti in Greve) sowie Sangiovese di Romagna (Klon für den gleichnamigen DOC-Rotwein). Eine grobe Einteilung erfolgt in die zwei Familien Sangiovese Grosso (Brunello, Prugnolo Gentile und Sangiovese di Lamole) und Sangiovese Piccolo (Chianti), wobei sich dies auf die Größe der Beeren bezieht (aber keine automatische Qualitäts-Einteilung bedeutet). Sangiovese ist die Grundlage bzw. die Leitsorte für die DOCG-Weine Chianti, Chianti-Classico und Carmignano (in der Region Toskana) sowie Torgiano Rosso Riserva (in der Region Umbrien). Weiters wird die Sorte für viele Super-Toskaner (in der Toskana) und für die DOC-Rotweine Rosso Conero und Rosso Piceno (in der Region Marken) verwendet und auch in den Regionen Kampanien, Latium und Lombardei kultiviert. Im südlichen Italien wird sie zumeist im Verschnitt mit lokalen Sorten (wie Canaiolo und Mammolo) verwendet. In Übersee wird die Sorte in Kalifornien (besonders Napa Valley) und in Argentinien (besonders Mendoza) kultiviert. Ein Charakteristikum ist die langsame und späte Reife. Die Sangiovese- Weine weisen in der Regel außergewöhnlich viel Tannin und Säure, sowie eine hellere Farbe auf. Sie sind zumeist fruchtig, alkoholreich und für lange Lagerung geeignet.

 
Syrah

Nach einer Legende stammt diese rote Rebsorte aus der prähistorischen Stadt Shiraz (Schiras) im heutigen Iran (Persien). Dort gibt es noch heute eine weiße Europäer- Rebe namens Shirazi. In dieser Stadt lebte und starb auch der berühmte persische Lyriker Hafis ((1324-1388), der unter anderem wunderschöne Verse über die Liebe und den Wein verfasste. Von dort wurde sie angeblich von französischen Kreuzrittern nach Frankreich gebracht. Die zahlreichen Synonyme sind Antournerein, Anther Muskatnyi, Balsamina, Biaune, Bragiola, Candive, Damaszener Blau, Di Santi, Entournerein, Ermitage, Hignin Noir, Marsanne Noir, Neretto di Saluzzo, Petite Syrah, Plant de la Biaune, Serine Noir, Serene, Sirac und Zizak. Durch jüngste DNA- Analysen an der University of California (Dr. Carole Meredith) in Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Montpellier (Jean-Michel Boursiquot) wurde die Abstammung bzw. Herkunft geklärt. Die Syrah ist eine (höchstwahrscheinlich natürliche) Kreuzung zwischen den zwei alten französischen Sorten Dureza (rot) x Mondeuse Blanche (weiß). Man nimmt an, dass die uralte Rebe bereits 500 v. Chr. in Frankreich an der Rhône gezogen wurde. Die (französische) Syrah ist mit der (australischen) Shiraz genetisch identisch, beide haben jedoch eine eigene Geschichte. Der australische Weinbau-Pionier James Busby (1802-1871) führte 1833 aus Frankreich die Syrah-Rebe nach Australien ein. Er nannte sie Scyras, später wurde sie unter dem heute gebräuchlichen Namen Shiraz berühmt. Der in Australien gewonnene Shiraz-Wein unterscheidet sich (auch auf Grund verschiedener Weinbereitungs- Methoden) jedoch trotz gleicher Sorten-Identität von jenem der Syrah. Die Syrah zählt zu den großen Sorten dieser Welt, den so genannten Cépages nobles. Die Traube liefert einen tiefdunklen, tanninreichen Wein mit intensiver, pfeffriger Würze und großem Reifepotential. Sie wird in ganz Frankreich (besonders im Süden) kultiviert und belegt weit über 50.000 Hektar Rebfläche. Zu den berühmtesten daraus gekelterten Weinen, in denen sie sortenrein oder als Verschnitt-Partner enthalten ist, zählen zum Beispiel Châteauneuf-du-Pape, Côte Rôtie und Hermitage. Im Jahre 1936 wurde die Syrah (dort nennt man sie auch heute noch so) vom Önologen Dr. Harold P. Olmo in Kalifornien eingeführt. Weiters wird sie im US-Staat Washington, in Italien, in der Schweiz, sowie unter dem Namen Balsamina in Chile und Argentinien angebaut. In Deutschland und Österreich gibt es ebenfalls kleinere Rebflächen. In Neuseeland, Südafrika und Australien (siehe oben) ist sie als Shiraz verbreitet. Es ist zu bemerken, dass in Frankreich eine kleinbeerigere Syrah-Varietät als Petite Syrah (mit y) bezeichnet wird. Nach den oben erwähnten DNA-Analysen ist die eigenständige Sorte Petite Sirah (mit i) eine Kreuzung Peloursin x Syrah.

 
Veltliner

Die weiße Rebsorte ist eine urtypisch österreichische Rebe. Sie hat zahlreiche Synonyme, zum Beispiel Dreimänner (Nahe-Deutschland), Falkensteiner, Grüner, Grüner Veltliner, Grüner Muskateller, Manhartsrebe (auch Manhards- oder Mouhardsrebe), Veltelini (Ungarn), Veltlinske Zelené (Tschechien), Weißgipfler, Weißmuskateller und Zleni Veltinac (Jugoslawien). Die genaue Herkunft ist unbekannt, vermutlich wurde die Sorte jedoch bereits in der Römerzeit angebaut. Urkundlich kann sie bis in das 18. Jahrhundert zurückverfolgt werden, obwohl bis in die 1930er-Jahre der Name "Grüne Muskateller" gebräuchlich war (eher verwirrend, denn sie weist keinen Muskatton auf). Geringe genetische Merkmale lassen vermuten, dass sie zur großen Veltliner-Familie zählt. Durch genetische Untersuchungen ist erwiesen, dass ein Elternteil der Traminer war, die zweite Sorte ist (noch) unbekannt. Wahrscheinlich ist die zentrale Veltliner-Sorte Roter Veltliner ein Großelternteil. Auf jeden Fall besteht kein Zusammenhang mit dem Rotwein Valtellina (der auch als Veltliner bezeichnet wird) aus dem gleichnamigen Tal in der italienischen Region Lombardei. Bis zum Zweiten Weltkrieg war sie in Österreich eher nur vereinzelt vertreten. Sie breitete sich erst mit Einführung der von Lenz Moser III. (1905-1978)kreierten Erziehungsform "Hochkultur" ab den 1950er-Jahren in Österreich schnell aus.
Die Reife erfolgt relativ spät und deshalb ist ein milder, langer Herbst von Vorteil. Die Sorte erhebt keinen großen Anspruch an den Boden (nicht zu trocken und nicht zu nass), sie gedeiht genauso gut auf mageren wie auf fruchtbaren Böden. Bezüglich Klima und Boden sind die österreichischen Verhältnisse geradzu ideal. Mit rund 17.500 Hektar hat heute der Veltliner mehr als ein Drittel Anteil an der österreichischen Gesamt-Rebfläche. Er wird in fast allen österreichischen Weinbau-Gebieten kultiviert, besonders im Weinviertel (dem so genannten "Veltliner-Land"). Die Sorte ist gut geeignet für Urgesteinsböden (zum Beispiel in der Wachau und im Kremstal), Lössböden (zum Beispiel im Kremstal und Donauland), aber auch schwere Lehm- und Tonböden (zum Beispiel im Weinviertel). Der Wein hat ein ausgeprägt würziges Bouquet (österreichischer Ausdruck "Pfefferl"), das nach einigen Jahren in einen samtigen Mandelton übergeht. Er sollte im Allgemeinen eher jung getrunken werden, aber mit hoher Reife kann er ein Wein mit außerordentlicher Lagerfähigkeit mit bis zu 20 Jahren und mehr sein. Der Veltliner wurde als gebietstypische Sorte des Weinbaugebietes Weinviertel für den ersten österreichischen DAC ausgewählt, der im Feber 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

 
Zweigelt

Die rote Rebsorte wurde im Jahre 1922 an der Weinbauschule in Klosterneuburg von Dr. Fritz Zweigelt (1888-1964) aus den Sorten St. Laurent x Blaufränkisch gekreuzt. Sie wurde zuerst als Rotburger (ebenfalls zulässiger Name) bezeichnet, aber der Name setzte sich nicht richtig durch. Später erhielt sie nach ihrem Schöpfer den Namen Zweigelt (auch Blauer Zweigelt oder Zweigeltrebe), wofür sich nach langjähriger praktischer Erprobung der Rebsorte besonders Lenz Moser III. (1905-1978) einsetzte. Die Sorte wird vorwiegend in Österreich, wo sie mit rund 4.350 Hektar (9% der Gesamt-Rebfläche) die häufigste rote Rebsorte ist, in kleinen Mengen in Deutschland (Saale-Unstrut, Württemberg) sowie in England versuchsweise angebaut. Sie ist sehr anpassungsfähig und gegen Frost widerstandsfähig und kann hohe Erträge bringen. Wird der Ertrag unter 50 hl/ha gehalten, zeigt der Wein beachtliche Fruchtigkeit und Tiefe. Der farbintensive, kräftige, körperreiche Wein mit einem Bouquet nach Beerenfrüchten schmeckt leicht würzig und ist gerbstoffreich mit ansprechender Säure. Die Sorte wird gerne als Verschnittpartner verwendet und bringt auch im Barrique-Ausbau hervorragende Ergebnisse.


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